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Der Stellenwert von Individualität bei Bewerbung und Lebenslauf steigt

Lebenslauf, © Loufre - Pixabay.comLebenslauf, © Loufre - Pixabay.com

Über 66.000 Studenten waren im Wintersemester 2017/2018 an Schleswig Holsteins Universitäten eingeschrieben, davon allein mehr als 9.500 an der Universität Lübeck und der FH Lübeck. Die Tendenz ist seit Jahren steigend, es ist also davon auszugehen, dass auch die Absolventenzahlen steigen werden. Um nach dem Studienabschluss auf dem Arbeitsmarkt Erfolg zu haben, muss somit immer mehr unternommen werden. Die übliche 08/15-Bewerbung ist out, Einfallsreichtum ist in. Auffallen um jeden Preis kann selbstverständlich nicht das Ziel sein, aus der Masse herausstechen aber schon. Denn erst wenn ein Bewerber für den Personaler greifbar wird – sozusagen ein Profil bekommt –, wird er überhaupt erst interessant für das Unternehmen.

Der Lebenslauf ist der wichtigste Teil einer Bewerbung

Zwar liegt in der Bewerbungsmappe meist das Anschreiben ganz oben, dennoch schaut sich der Großteil der Personaler den Lebenslauf zuerst an. Das setzt viele Bewerber unter Druck und sorgt für Unsicherheit, was dabei beachtet werden muss. Heutzutage gibt es aber jede Menge Hilfe bei der Erstellung des Lebenslaufes im Internet. Ob es um Informationen zum richtigen Inhalt geht oder um das Erstellen einer kompletten Bewerbungsmappe mit abgestimmtem Layout – hier wird jeder fündig. So wird die Bewerbung auch ohne besonderes Grafikwissen oder teure Tools zum Selbstläufer.

Welche Informationen gehören im Falle eines Studiums in den Lebenslauf?

Vor allem Studenten wissen nicht so genau, womit sie im Lebenslauf punkten sollen, denn schließlich gibt es keine Berufserfahrung, im besten Fall vielleicht ein Praktikum. Doch so kurz einem der eigene Berufsweg auch erscheinen mag – in den meisten Fällen reicht dies aus. Alle Anforderungen, die im Anforderungsprofil der Stellenanzeige genannt werden, wird ohnehin kaum ein Uniabsolvent erfüllen können. Es kommt eher darauf an, sich selbst gut zu verkaufen. Wer beispielsweise nebenbei noch Kindern Tennisunterricht gibt oder der freiwilligen Feuerwehr jedes Jahr dabei hilft, das Stadtfest zu organisieren, der kann hier jede Menge Stärken vorbringen – je nachdem für welche Art von Unternehmen oder Beruf man sich bewirbt. Soft Skills sind auch in unserer Leistungsgesellschaft sehr gefragt, denn diese muss man mitbringen. Einfühlungsvermögen beispielsweise oder Hilfsbereitschaft lassen sich nicht erlernen.

Schwächen zu Stärken machen – k(l)eine Lücken im Lebenslauf

Nobody is perfect – und doch versuchen Bewerber, sich immer im besten Licht zu präsentieren. Doch wenn ein Personalverantwortlicher zum 100. Mal lesen muss, dass ein Jobinteressent teamfähig, belastbar und engagiert ist, so wird auch der bemühteste Einstellungsverantwortliche Probleme haben, den einen vom anderen zu unterscheiden. Doch gerade die Punkte, die gern unter den Tisch fallen gelassen werden, können durchaus einen positiven Einfluss auf die Eignung für den neuen Job haben.

Es gibt bereits Kinder? Klar, einige Firmen sehen hier ein Problem – schließlich könnte die Mutter Betreuungsprobleme bekommen, wenn das Kind krank ist oder die Tagesmutter streikt. Doch es kann auch ein Vorteil sein. Denn die neue Mitarbeiterin wird in naher Zukunft nicht noch einmal wegen einer Babypause ausfallen. Gerade Frauen, die bereits Kinder haben, wollen häufig beruflich noch etwas erreichen und knien sich entsprechend in den neuen Job rein.

Besonders oft werden Zeiten verschwiegen, in denen keiner geregelten Arbeit nachgegangen wurde. Vielleicht sollte nach dem Abi und vor dem Studienbeginn noch eine Weile die Freiheit genossen werden. Doch die meisten jungen Leute liegen tatsächlich nicht auf der faulen Haut. Häufig werden in Nebenjobs wichtige Kenntnisse erworben, z. B. ist ein Kellner oftmals sehr kommunikativ und freundlich – hat vielleicht auch eine Menge Trinkgeld mit seiner Servicementalität verdient. Wenn es im neuen Job um Kundenkontakte geht, scheint die Kellnertätigkeit auf den ersten Blick unwichtig, mit der richtigen Argumentation jedoch durchaus nützlich. Auch soziales Engagement kann sich auszahlen. Die wichtigste Frage, die ein Jobsuchender sich stellen sollte, lautet: Was kann ich gut? Und dann überlegen: Welchen Vorteil könnte dies meinem Arbeitgeber verschaffen? Wenn diese Aspekte berücksichtigt werden, wird der Personaler den Lebenslauf sicherlich interessiert lesen.

06.02.2019

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